Jahresbericht von Jugendschutz.net
Jugendschutz im Internet, diesem Thema hat sich das Team von Jugenschutz.net verschrieben und kontrolliert das Internet auf jugendgefährdende und beeinträchtigende Inhalte. So war es auch 2008 und im jetzt erschienenen Jahresbericht erklärt man unter anderem, dass in 2008 über 3000 neue Verstöße gegen den Jugendschutz registriert wurden – viele davon pornografischer Art.
Ob auf klassischen Websites oder im Web 2.0 – Jugendschutz.net sieht viel potential, den Jugendschutz zu verbessern. Von pornografischen über rechtsextreme bis hin zu gewalthaltigen Inhalten wurde vieles gefunden, was nicht für die Augen von Kindern gedacht ist. Insgesamt 20.000 Angebote wurden im letzten Jahr auf Verstöße geprüft, bei mehr als 3000 wurden schließlich auch welche festgestellt.
Im pornografischen Bereich werden vor allem die Suchmaschinen hervorgehoben. Ob im normalen Index oder der Bilder-Suche: an Pornografie kommt man leicht heran. Bei der systematischen Kontrolle der suchmaschinen mit jugendaffinen und einschlägigen Begriffen spricht man im Bericht davon, dass ein Fünftel der Fundstellen unzulässig war. Was man allerdings und jugendaffinen und einschlägigen Begriffen versteht, wurde nicht weiter erläutert. Noch erfolgreicher war die Bilder- und Videosuche, hier war sogar jeder dritte Fund pornografischer Natur. Die bereits vorgenommenen Indizierungen zeigen laut Jugendschutz.net in den Suchmaschinen weiterhin nur mäßige Wirkung. Verbannt man eine Seite aus dem Index, rücken fünf neue nach – hier werden bessere Filter und Altersverifikationen gefordert.
Unzureichende Schutzmaßnahmen werden auch im mobilen Bereich bemängelt. Jugendliche können über ihr Handy immer öfter auf das Internet zugreifen und alle Inhalte nutzen – ohne technische Schutzmaßnahmen. Hier wünscht man sich spezielle Kinderhandys, die es den Eltern ermöglichen, den Zugriff aus das Internet zu regulieren.
Alles in allem wird wieder auf die Regulierung durch Sperrungen, Indizierungen und ähnliches gesetzt – die Verantwortung der Eltern ist nur nebenbei ein Thema. Schade eigentlich, denn die sollten doch am ehesten darauf einwirken können, was ihre Sprösslinge so tun.


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