Interview zu den Anfängen und der Entwicklung von Partnercash Teil 2
Vorige Woche haben wir den ersten Teil des Interviews mit Christoph und Markus Pass veröffentlicht. Hier folgt Teil 2, in dem sie über ihre Verbundenheit zur Heimat Waldviertel, das rasante Wachstum von Partnercash und den Wandel in der Branche sprechen:
4. Wenn man heute nach Stockern zu eurem Firmensitz kommt, wartet ein großer Bürokomplex auf den Besucher. Habt ihr vor zehn Jahren zu hoffen gewagt, mal ein solches Schwergewicht in der Branche zu werden?
Ganz klar Nein. Wir wussten nach den ersten 1,5 Jahren natürlich, dass es uns möglich ist, unglaublich tolle Umsätze in diesem Bereich mit unserer Firma zu generieren, aber dass wir in den Jahren darauf ein so unglaubliches Wachstum hinlegen werden können, hat uns selbst auf dieser Reise immer wieder auf das neue überrascht und gefordert. Als wir damals in der Planungsphase für den ersten Teil des Bürokomplexes waren, sind wir so schnell gewachsen, dass wir sogar noch während der Planungsphase die Größe des Büros zweimal adaptiert haben. Das war schon ziemlich verrückt.
5. Und in welchen Räumlichkeiten habt ihr im September 2001 die Arbeit aufgenommen?
Eigentlich muss man sagen dass wir wie gesagt bereits 1999 als Webmaster gestartet sind. Von da an – und dies hat sich auch erst Ende 2001 wirklich geändert – haben wir von zu Hause aus in unseren Wohnungen auf ganz wenigen Quadratmetern im klassischen Home Office gearbeitet.
6. Ihr seid dem kleinen Örtchen Stockern all die Jahre treu geblieben. Gab es nie Überlegungen, in das naheliegende Wien umzusiedeln? Welche Argumente sprechen für Stockern?
Nein, eigentlich niemals. Maxxx und ich können uns beide eigentlich nicht mal im Ansatz vorstellen in einer Großstadt zu leben und lieben das Leben und die Arbeit auf dem Land. Die Menschen hier bei uns im ländlichen Raum bringen einfach eine gesunde, solide und ruhige Lebenseinstellung mit und das möchten wir nicht missen. Für Stockern spricht neben den netten Leuten und dass es unser Geburtsort ist, vorallem dass es ein ruhiges enorm erholsames Gebiet ist, das den nötigen Ausgleich zum stressigen IT Alltag für uns hier liefert. Natürlich haben wir auch heute Offices in anderen Städten, aber Stockern ist noch immer das Headquarter des Unternehmens.
7. Vom Start bis heute ist Partnercash enorm gewachsen. Wieviele Mitarbeiter beschäftigt hier mittlerweile insgesamt?
In allen Firmen, die den Erotikmarkt zusammen bearbeiten, beschäftigen wir mittlerweile 120 Mitarbeiter in insgesamt 7 Ländern und an 9 verschiedenen Standorten. (Österreich, Deutschland, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Tschechien und seit neuestem auch in Kanada). Die meisten Mitarbeiter ca. 70 arbeiten im Headquarter am Standort Stockern.
8. Und wenn wir schon bei nackten Zahlen sind, wieviele Sites habt ihr aktuell im Netz, die Webmaster bewerben können?
Nimmt man das ganze Portfolio zusammen, so werden es aktuell so rund um die 300 verschiedene Erotik Paysiteprodukte in allen verschiedenen Genres und Varianten sein. Darunter befinden sich klassiche Video Paysites, Reality Paysites, Pornstar Paysites, Flatrate Markenportale, Magazin Websites, verschiedene Dating Communities, ein Amateur Sex Netzwerk, Livecam Flatrate Websites, sowie unsere neueste Schöpfung Saboom als weltweit erstes interaktives Video Paysite Produkt.
9. Welche Genres sind zur Zeit bei den Usern am beliebtesten?
Generell kann man sagen das sowohl der Bereich „Dating“ als auch „Amateursex“ wahre Dauerbrenner sind. Vor allem am deutschen Markt laufen diese Produkte extrem gut. Generell leidet der Video Premiummarkt in den letzten 2-3 Jahren stark unter dem enormen Anstieg von kostenlosen Webseiten im Videoentertainment Bereich als auch dem Anstieg von illgealen 1-Clickhostern. International gesehen ist hier das Angebot noch viel größer als dies aktuell in Deutschland der Fall ist. Genau aus diesem Grund haben wir Saboom erschaffen und wir sehen, wie es im deutschsprachigen Markt und vor allem auch im internationalen Markt gerade auch unter den Besuchern kostenloser Erotikplattformen (Tubes, TGP Sites, usw.) überdurchschnittlich gut angenommen wird und somit auch mit Videoentertainment in diesem Umfeld wieder einzigartig gute Umsätze generierbar sind.
10. Und welche Genres werden von den Webmastern am intensivsten beworben?
Hier liegen ganz klar Amateur Communities, Livecamportale sowie Dating Plattformen in den verschiedenen Nischen ganz klar im Hauptfokus wenn man auf den deutschsprachigen Markt schaut. International merken wir einen extrem starken Zulauf zu Saboom, da aufgrund der extremen Verbreitung von Tubesites und unglaublichen Trafficmassen die Betreiber dieser nach einem Komplementärprodukt für das Hauptinteresse ihrer Websitebesucher auf der Suche sind. Als Betreiber einer Tube sind vielleicht 20% der User bereit Dating oder Livecamprodukte zu konsumieren, aber 100% der Besucher interessieren sich für Erotikvideos.
11. Wie hat sich aus eurer Sicht der Markt im Adult-Online-Biz in den vergangenen zehn Jahre gewandelt?
Ganz ehrlich muss ich sagen dass wenn ich darüber hier anfangen würde zu schreiben dies mit Sicherheit die Länge des Interviews sprengen würde. Kurz und knapp würde ich sagen, dass die Online Adultbranche erwachsen geworden ist und sich die Spreu vom Weizen trennt. In den ersten Jahren – den Goldgräberzeiten konnte nahezu jeder erfolgreich online mit Erotik Geld verdienen. Die Offline Erotik Industrie (Videoentertainment, Tv und Magazine) haben größtenteils den Sprung in den Onlinemarkt in den 90ern verschlafen. Die erste Generation der Onlineindustrie muss nun aufpassen, dass Ihr nicht das gleiche passiert im Hinblick auf die Veränderungen die der Markt für sie bereithält.


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